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Ausflug zur Kartause Ittingen

Bewohnerin geniesst den Ausflug in Begleitung von zwei UBS Mitarbeitern

Im Rahmen des UBS Employee Volunteering Programmes begleiteten am 5. Juni 2018 UBS Mitarbeitende betagte und sehbehinderte Bewohnerinnen und Bewohner des obvita Wohnen im Seniorenalter auf einen Tagesausflug zur Kartause Ittingen.

Eindrücklicher Sensibilisierungsworkshop

Vor dem Ausflug nahmen die UBS Mitarbeitenden am Vormittag an einem Sensibilisierungsworkshop zum Thema «Umgang mit Betroffenen» teil. Mit grossem Fachwissen gaben Willy Fäh (Orientierungs- und Mobilitätstrainer) und Virgil Desax (blinder MA der Obvita) umfassende Einsichten in die verschiedenen Sehwelten. Gleich zu Beginn mussten die UBS Mitarbeitenden, versehen mit einer Dunkelbrille, den Weg zum Kurssaal blind und nur mit Hilfe des Handlaufes ertasten. «Die Distanz fühlte sich nicht-sehend viel länger an und ich habe den Orientierungssinn verloren. Mir wurde dabei fast ein bisschen schlecht», erzählte anschliessend Rosalba Mendler, Verantwortliche für Community Affairs der Region Ostschweiz. Mit verschiedenen Brillen konnten eigene Erfahrungen zu verschiedenen Sehbehinderungen gemacht und der Umgang mit sehbehinderten oder blinden Menschen im geschützten Rahmen geübt werden.

Unterschiedliche Bedürfnisse

Nach dem Workshop wurden wir von den Seniorinnen und Senioren bereits voller Vorfreude erwartet. Nach kurzer Vorstellung und Zuteilung der Begleitung ging es gemeinsam mit dem Car los Richtung Kartause Ittingen. Die Bewohnerinnen und Bewohner des obvita Wohnen im Seniorenalter hatten ganz unterschiedliche Bedürfnisse. Während sich die Einen einfach über nette Gesellschaft freuten, brauchten andere auf Grund der Sehbehinderung deutlich mehr Hilfe. Beispielsweise musste einem blinden Bewohner beim Mittagessen genau erklärt werden, wie der Teller angerichtet ist, damit er das Essen selbständig zu sich nehmen konnte: Die Karotten sind auf 10 Uhr, der Kartoffelstock auf 2 Uhr und der Hackbraten auf 6 Uhr.

Eine 85-jährige, sehbehinderte Bewohnerin war mit Ihrer männlichen Begleitung anscheinend gänzlich zufrieden. «Wenn es jetzt keinen Wein zum Anstossen gegeben hätte, hätten wir auch mit einem Kuss Duzis machen können», witzelte sie mit einem strahlenden Lachen im Gesicht.

Nach dem Mittagessen hatten die Bewohnerinnen und Bewohner Zeit zur freien Verfügung mit Ihren Begleitpersonen. Während es die Einen ins Museum oder die Kirche zog, machten Andere bei herrlichem Sonnenschein einen Spaziergang durch den in voller Blüte stehenden Rosengarten. Auch wenn nicht alle Beteiligten die Rosenpracht mit eigenen Augen sehen konnten, so stimulierte der intensive Rosengeruch das innere Auge und die Vorstellung an einen wunderschönen Garten.

Win-Win Situation

Glücklich und zufrieden trafen die Ausflügler um 17.15 Uhr wieder bei obvita in St. Gallen ein. Alle Beteiligten waren mehr oder weniger erschöpft, aber in den Gesichtern war zu erkennen, dass es eine wohlige und glückliche Erschöpfung war. Die Bewohnerinnen und Bewohner erlebten eine Abwechslung zu Ihrem Heimalltag und die UBS Mitarbeitenden waren um eine Erfahrung reicher und machten sich mit grosser Genugtuung auf den Heimweg. «Ich habe heute eine sehr spannende Lebensgeschichte gehört und ich habe das Gefühl, einer Person einen schönen Tag beschert zu haben. Ich verspüre selber eine tiefe Genugtuung. Es war eine herzensschöne Erfahrung», so Martin Loser vom Businessmanagement der Region Ostschweiz. Vreni Eugster, Heimleiterin bei obvita Wohnen im Seniorenalter, bezeichnete es als klassische Win-Win Situation, die ja allenfalls eine Fortsetzung findet.

Community Affairs UBS Region Ostschweiz 
Rosalba Mendler

Freiwilligenarbeit bei obvita