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Sehbehinderung als Herausforderung

Wer ist sehbehindert?

Ursache für eine Sehbehinderung ist die Schädigung des Sehorgans. Sie kann angeboren sein oder durch Krankheit, Unfall oder altersbedingte Abnützung entstehen.

Als sehbehindert gilt, wer normalen Zeitungsdruck auch mit Lesebrille oder Kontaktlinsen nicht mehr lesen kann. Fachleute beziehen Faktoren wie Sehschärfe (Visus), Gesichtsfeldeinschränkungen, Kontrastsehen, Blendempfindlichkeit in ihre Abklärungen ein.

Die IV anerkennt Geburtsgebrechen, wenn beispielsweise eine Visus(Sehschärfe)verminderung auf 0,2 oder weniger an einem Auge (mit Korrektur) oder eine Visusverminderung auf 0,4 an beiden Augen (mit Korrektur) vorliegt. Für die Weltgesundheitsorganisation WHO gilt als blind, wer 5 Prozent oder weniger sieht, also einen Visus kleiner als 0,05 hat.

Psychosoziale Aspekte einer Sehbehinderung

Die Bewältigung des Alltags bedeutet für blinde und sehbehinderte Menschen eine besondere Herausforderung. Einerseits erleben sie sich nicht selten in Auseinandersetzung mit sich selber, andererseits sehen sie sich oft mit einer Umwelt konfrontiert, die mit Unverständnis, Unsicherheit, übertriebener Fürsorglichkeit oder schlichter Taktlosigkeit reagiert. Der Frage, wann und wo Hilfe nötig und erwünscht ist, kann man als blinder oder sehbehinderter Mensch leicht überdrüssig werden.

Ein blinder oder sehbehinderter Mensch erhält Eindrücke aus seiner Umwelt, die für Menschen ohne Behinderung nur schwer nachvollziehbar sind. Das führt häufig zu Missverständnissen, unverständlichen Handlungen und Frustration auf beiden Seiten. Dabei können Kontakte mit Betroffenen sehr einfach sein, wenn ihnen mit Offenheit begegnet wird. Solche Beziehungen stärken blinde und sehbehinderte Menschen sehr.

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Allgemeiner Kontakt Bereich

Sehberatung
Rorschacher Strasse 268
9016 St. Gallen
Tel. +41 71 246 68 00