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Freiwilligenarbeit

Schenken Sie uns Ihre Zeit

Von allem Anfang an waren freiwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Ostschweizerischen Blindenfürsorgeverein wichtige und prägende Stützen im Alltag. Ohne die vielen Menschen, die sich in den 115 Jahren seit der Gründung des Vereins unentgeltlich und aus innerer Überzeugung für den Verein und seine Arbeit eingesetzt haben, wäre vieles nicht möglich geworden.

Bildergalerie

Jedes Jahr können wir auf rund 80 freiwillige Mitarbeitende zählen, die mit unterschiedlichem zeitlichem Engagement unsere tägliche Arbeit unterstützen. Sie gehen mit einer Bewohnerin spazieren, lesen vor, spielen, helfen bei Ausflügen mit, übernehmen Fahrdienste, betreuen jeden Nachmittag unsere Cafeteria, leiten Gruppen mit Aktivitäten wie Turnen, Backen oder Kochen. Alle freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten eine gründliche Einführung in die Freiwilligenarbeit sowie laufend Kurse und Weiterbildung. Drei bis vier Mal pro Jahr lädt Vreni Eugster, Verantwortliche Freiwilligenarbeit, zu einem Erfahrungsaustausch. So wird Freiwilligenarbeit für alle bereichernd.

Interview

Brigit Vetsch hat sich 20 Jahre lang in der Cafeteria für Bewohnerinnen und Bewohner unseres Altersheims eingesetzt. Im Interview erzählt sie uns von ihrer Arbeit als freiwillige Mitarbeiterin.

Welche Erlebnisse und Eindrücke blieben besonders haften?

Auch Menschen mit schwerster Behinderung, mit schwerem Schicksal versinken nicht gezwungenermassen in Resignation und Verlust an jeglicher Lebensfreude. Besonders schön und berührend war für mich auch, dass mein Ehemann bereit war, zusammen mit mir während 17 Jahren zu wirten. Ich staunte, wie sorgsam und ohne Berührungsängste er mit den Bewohnerinnen und Bewohnern umging.

Was war Ihre grösste Überraschung?

Vor allem meine Mutter befürchtete, mir könnte diese traurige Atmosphäre mit behinderten Menschen, eben blinden Menschen, zu sehr zusetzen. Und was traf ich an? Mindestens so viele fröhliche, zufriedene und tapfere Menschen wie unter Sehenden!

Weshalb haben Sie sich für diese Arbeit engagiert?

Die Anfrage kam exakt im richtigen Moment, in meinem letzten Berufsjahr im Kindergartenseminar 1995. Ein damaliges Vorstandsmitglied des Gemeinnützigen Frauenvereins, selbst engagierte Kafifrau, konnte mich sofort für den Einsatz begeistern. Die Begegnungen und die Gespräche mit den Bewohnern wurden je länger je mehr zu einer grossen Freude und Berreicherung.

Was ist Ihre Botschaft an die nachfolgende Generation?

Meine Botschaft an Nachfolgerinnen: Persönliche Freude und Bereicherung des eigenen Lebens überwiegen bei Weitem den zeitlichen Einsatz als Freiwillige. Sachte Vorbereitung auf das eigene Altwerden geschieht hier, nach und nach und sehr praxisbezogen.