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Das ODL baut das Angebot aus

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Das neue Kompetenzzentrum von obvita bringt in allen Bereichen Vorteile. Die verschiedenen Abteilungen sind näher beieinander und die Fachpersonen vereinen sich unter einem Dach. Davon pro­fitiert auch das ODL (Office Dienstleistungen). «Jetzt sind wir viel präsenter. Die Leute sehen uns und unsere Arbeit, die wir erledigen», sagt Koordinationsperson und Ausbildungsverantwortliche Gabi Soldati. Dadurch sei auch die Akzeptanz bei allen Mitarbeitenden gestiegen. Aber nicht nur qualitativ spürt das ODL mit dem Bezug des neuen Kompetenzzentrums einen Aufschwung. Auch quantitativ konnte das Angebot ausgebaut werden. «Wir bieten den Lernenden heute sieben Rotationsplätze an.» Zum Vergleich: Bisher waren es vier.

Neu ist zum Beispiel, dass die Lernenden des ODL den Empfang im Kompetenzzentrum leiten. «Wir wollen, dass sie alle anstehenden Arbeiten selbständig erledigen können», sagt Gabi Soldati. Im obersten Stock des Kompetenzzentrums, im Büro, finden hingegen die Vorbereitungsmassnahmen statt oder die Schnupperzeit. Dank den neuen Rotationsplätzen kann das ODL den Lernenden nun eine sehr abwechslungsreiche Ausbildung bieten. So arbeiten sie beispielsweise am Empfang im b51, im Personal, in der Finanzabteilung oder beim Immobilienservice. Die Auszubildenden arbeiten jeweils ein halbes Jahr an einem Platz, um die nötigen Kompetenzen zu erlangen. Danach geht es an einem anderen Ort weiter. «So erhalten sie in möglichst viele Bereiche einen guten Einblick.»

Seit dem Neuaufbau des ODL und dank der Nähe zu allen Bereichen haben sie auch schon neue, sinnvolle Aufträge erhalten. So erledigt das ODL mit den Auszubildenden Projekte für die Sehberatung oder scannen Dokumente für die Finanzabteilung oder das Personal ein. «Es muss natürlich das Ziel sein, dass wir solche super Projekte erhalten und bearbeiten können.» Denn was sie nicht mehr wolle ist, dass sie den Lernenden fiktive Aufträge geben müsse, wie das früher manchmal der Fall gewesen sei. «Es ist für alle erfüllender, wenn die Arbeit, die geleistet wird auch wirklich verwendet wird», sagt Gabi Soldati.

Momentan beschäftigt das ODL 20 Lernende inklusive vier Externe. Zudem bieten wir Personen in einer Integrationsmassnahme Platz an. Dies sind im Moment deren acht. Die Nachfrage ist jedoch weiterhin steigend. Für Gabi Soldati ist das eine gute Anzahl. «Ich verschliesse niemandem eine Türe», sagt sie. «Hinter jeder Person liegt ein Schicksal.» Dabei spricht sie ganz im Sinne der agilen Arbeit, denn: «Gibt es Engpässe muss ich es trotzdem versuchen, die Lernenden sinnvoll unterzubringen. Sonst würde ich die Organisation nochmals anschauen und gegebenenfalls ändern.»

Für das ODL und die Lernenden hat der Umzug ins Kompetenzzentrum noch weitere Vorteile mit sich gebracht. «Für uns hat sich die Qualität der Arbeit klar verbessert», sagt Gabi Soldati. Und auch das Auftreten der Lernenden habe sich ohne Aufforderung geändert. «Im Kompetenzzentrum kommen auf einmal alle gepflegt zur Arbeit.» An der Rorschacher Strasse sei dies nicht immer der Fall gewesen, zerrissene Jeans und Hoodies waren beliebte Kleidungsstücke. «Auf den Tag X hin, als wir an die Bruggwaldstrasse wechselten, hat sich das geändert.» Irgendwie erscheint es nun allen logisch, hier gepflegt zur Arbeit zu erscheinen.

Die KV-Ausbildung, die Lernende bei obvita im ODL absolvieren können, ist gemäss Gabi Soldati weiterhin gut angesehen. Zwar sei sie nicht unbedingt die beliebteste, aber für viele aufgrund ihrer Einschränkungen die beste Möglichkeit. Und das Konzept funktioniert, wie verschiedene Beispiele zeigen. So haben es einige geschafft, die Ausbildung in externen Betrieben zu beenden und im Arbeitsalltag ausserhalb von obvita Fuss zu fassen. «Das bleibt schliesslich unser oberstes Ziel.»