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sendero schafft Raum für Begegnungen ohne Vorurteile

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Begegnungen im Naturraum zwischen Menschen schaffen: Dieses Ziel verfolgt Sozialpädagoge David Garcia mit sendero. Beim jüngsten Outdoor-Event am 28. November haben Personen mit und ohne Einschränkung teilgenommen. Dabei haben die Teilnehmenden 24 Stunden zusammen Abenteuer in der lokalen Naturlandschaft erlebt. Während 24 Stunden haben sie einen Gipfel erklommen, ein Wohnzimmer und ein Schlafzimmer gebaut, ein „Dinner in the Dark“ erlebt, ein Feuer unterhalten, Schutzkräfte beschwört und böse Geister abgewehrt und ein Frühstück unter frostigen Bedingungen gezaubert. Im Mittelpunkt stand jedoch nicht das abwechslungsreiche Programm. Der Raum für Begegnungen und gemeinsame Erlebnisse waren das übergeordnete Ziel.

Dieser Raum konnte David Garcia während der 24 Stunden schaffen. Die Teilnehmenden wussten nicht, wer eine Einschränkung hat und wer nicht. „Ich war schon überrascht, als ich am Abend erfahren habe, dass ein Teilnehmer eine starke Seheinschränkung hat“, sagte beispielsweise Matthias Howald, Aussendienstmitarbeiter bei der Doppelleu Brauwerkstatt und Leadsänger der Punkrockband Tüchel. Einerseits hätte er sich gewünscht, dies im Vorfeld zu erfahren, um während des Anlasses besser reagieren zu können. „Andererseits war es gut, dass ich nichts von der Einschränkung wusste. So begegnete ich der Person ohne jegliche Vorurteile.“ Und genau darum ginge es sendero beim 24-stündigen Outdoor-Erlebnis. Frei von jeglichen Stigmata begegneten und erlebten die Teilnehmenden ihr Gegenüber und deren Ressourcen.

Für kurze Zeit entstand ein Raum, in dem es keine Rolle spielt von woher jemand kommt. Alle hatten das gleiche Ziel: Eine sichere Umgebung schaffen, ein Feuer entfachen und ein wärmendes Abendmahl zubereiten. Für Johannes Pfändler, Beratung und Administration bei Artho Bodenideen AG in St.Gallen, hat der Anlass einen bleibenden Eindruck hinterlassen. „Ich habe gar nicht bemerkt, dass Personen mit Leistungseinschränkungen dabei waren. Für mich waren diese Begegnungen ganz natürlich. Für mich waren sie halt ganz normale Teenager.“

Sendero ermöglicht seit Juni 2020 Naturevents für alle Interessierten an. Ursprünglich haben die beiden Sozialpädagogen David Garcia und Niklaus Keller die naturpädagogischen Angebote ausschließlich obvita zur Verfügung gestellt. Die soziale Institution obvita ist die Organisation des Ostschweizer Blindenfürsorgevereins. Der Fokus von obvita liegt in der Begleitung von Menschen mit Sehbehinderungen, Entwicklungsschwierigkeiten und psychischen Problemstellungen. Dabei verfolgt die Institution das Ziel, allen eine eigenständige, selbstbestimmte Teilhabe am beruflichen und gesellschaftlichen Leben führen zu können. So wie sendero setzt sich obvita für die Gleichwertigkeit und die Inklusion aller Menschen ein.

Mit dem 24-Stunden-Projekt hat sendero nun erstmals externe Interessenten mit Personen von obvita zusammengebracht. «Ich finde es gut, dass Menschen mit Leistungseinschränkungen sich für Events von sendero anmelden können, die auch für Personen ausserhalb von obvita angeboten werden», sagte Johannes Pfändler nach dem Anlass. Die Natur hat dabei als Begegnungs-Ort für ein soziales Miteinander gedient.

Ähnliche Anlässe in der Natur wird sendero auch in Zukunft anbieten. Mehr Informationen dazu gibt es auf der Internetseite www.sendero.sg. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme

Gruss

Team sendero