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«Woodlander» auf Gallus‘ Spuren durchs wilde Steinachtobel

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Der bekannte Stadtheilige Gallus soll auf dem Weg durch das wilde Steinachtobel ins heutige St. Gallen gefunden haben. Ein indianisches Sprichwort sagt: «Urteile nicht über einen Menschen, bevor du nicht einen Mond lang in seinen Schuhen gelaufen bist.» Die Outdoorgruppe «Woodlander» aus dem Wohnen im Jugendalter und Wohnen Extern wollte diese intensive Erfahrung selbst erleben und legte am 5. und 6. Juli einen Teil dieses Weges durch das wilde Steinachtobel zurück und berichtet darüber.

Wir übernachteten direkt am Ufer der Steinach unter freiem Sternenhimmel. Am nächtlichen Lagerfeuer tauschten wir uns darüber aus, ob wir für eine gewisse Zeit bewusst in den Schuhen anderer Personen gegangen sind. Welche unterschiedlichen Wahrnehmungen es zu diesem Thema gab, erstaunte uns.

Am zweiten Tag lernten wir ohne Kochtopf zu kochen und bauten einen peruanischen Hirtenofen, ebenfalls am Ufer der Steinach. Dabei profitierten wir von unseren Erfahrungen aus dem Schnee-Iglu-Bau. Denn diesmal galt es, dasselbe mit Steinen zu machen. Anschliessend garten wir unsere Esswaren im Ofen. Ein kulinarisches Naturerlebnis direkt an der Steinach! Leider öffneten wir den Ofen zu früh, denn ein Gewitter bedrohte unser Vorhaben und setzte uns zeitlich unter Druck. Leider waren nicht alle Esswaren durchgegart. Die Gruppe hätte in dieser Situation den Kopf hängen lassen können, tat dies aber nicht. Schnell war ein neues Feuer gemacht und das Essen fertig zubereitet. Einfach toll, wie unkompliziert die «Woodlander» mittlerweile auf solch schwierige Situationen reagieren können. 

Nach diesem Weekend wurde uns allen bewusst, dass wir alle Aufgaben dank guter Teamarbeit bewältigt hatten. Alleine hätten wir es nicht geschafft, ein Camp und einen Hirtenofen zu bauen. Ob beim Camp-Bau, Ofen bauen, Feuer machen, bei der Wundheilung bei Kollegen, beim Tee kochen oder bei der Essenszubereitung: Jeder war im wilden Steinachtobel gefordert und konnte seine Stärken dort einsetzen, wo es passte. Ganz nach der selbstorganisierten Haltung, die aktuell bei obvita gelebt wird. 

Den ganzen Weg, den Gallus damals ging, konnten wir in zwei Tagen nicht bewältigen. Die «Woodlander» waren vom Wandern im Fluss im Nachhinein jedoch so begeistert, dass sie dieses Vorhaben nächstes Jahr – mit weniger Ausrüstung – umsetzen möchten. Das Thema Reduktion und Einfachheit wird dann vermutlich im Zentrum der Expedition sein.

Die «Woodlander» von obvita

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