«Mitwirkung sollte für alle offen sein.»

Ein Mann mit kurzen dunklen Haaren, der ein blaues T-Shirt mit der Aufschrift "CRUISINA DIVISION" trägt, lächelt in die Kamera. Im unscharfen Hintergrund ist ein Teil eines Schildes mit der Aufschrift "obvita" zu sehen.

Stefano Sabbatini arbeitet seit vielen Jahren in der obvita Produktion. Gleichzeitig engagiert er sich in der Mitwirkungskommission, kurz MIKO, und übernimmt dort heute Mitverantwortung in der Co-Leitung. Im Gespräch erzählt er von seinem Arbeitsalltag, von seiner langen Verbundenheit mit obvita – und davon, warum es ihm wichtig ist, dass alle Menschen mitreden und mitgestalten können.

Stefano, du arbeitest schon seit einigen Jahren bei obvita. Wie hat dein Weg hier begonnen?
Angefangen habe ich 2008. Zuerst war ich in der Logistik im Praktikum. Später bin ich in die Industrie gewechselt und habe dort auch meine Lehre als Industriepraktiker gemacht. Heute arbeite ich in der Produktion im Bereich Pharma.

Du kennst also verschiedene Bereiche von obvita aus eigener Erfahrung.
Ja, das stimmt. Vor Pharma war ich auch im Ausrüsten tätig. Ich habe also schon einiges gesehen in diesen Jahren.

Wenn du auf diese Zeit zurückblickst: Was ist dir besonders geblieben?
Dass ich schon sehr lange hier bin und viele Menschen kenne. Es sind inzwischen 18 Jahre. In dieser Zeit habe ich mich weiterentwickelt, verschiedene Aufgaben übernommen und meinen Platz gefunden.

Wie sieht dein Arbeitsalltag heute aus?
Wir können am Morgen ab 6.45 Uhr anfangen. Ich beginne meistens zwischen 7.15 und 7.20 Uhr. Dann stemple ich ein und gehe an meinen Arbeitsplatz. Ich arbeite viel an der Maschine. Dazwischen gibt es Pausen. Der reguläre Arbeitstag dauert bis 17 Uhr.

Was gefällt dir an deiner Arbeit?
Für mich sind vor allem die Menschen wichtig. Manchmal arbeite ich allein, manchmal mit anderen zusammen. Aber grundsätzlich weiss jeder, was zu tun ist. Ich arbeite gern und ich bin gern da.

Neben deiner Arbeit in der obvita Produktion engagierst du dich auch in der Mitwirkungskommission MIKO. Seit wann bist du dabei?
Seit 2015. Ich bin also schon lange dabei und heute sogar der Einzige, der von Anfang an noch in der MIKO ist.

Eine Person in weißem Laborkittel und Haarnetz steht in einem Labor und stützt sich auf ein Gerät mit Maschinen und Knöpfen in der Nähe. Die Umgebung wirkt sauber und steril.
Stefano in der obvita Produktion Pharma

Wie bist du damals dazu gekommen?
Die MIKO wurde von Manfred Naef und Walter Marquart gegründet. Damals wurde das Thema bekanntgemacht und man konnte sich bewerben. Ich habe mich gemeldet und wurde aufgenommen. An die erste Sitzung erinnere ich mich noch gut.

Was hat dich motiviert, dich dort einzubringen?
Mir ist wichtig, dass alle Menschen als Menschen gesehen werden und nicht nur über ihre IV oder ihre Einschränkung. Ich finde, ihre Anliegen sollen ernst genommen werden. Wenn jemand ein Thema hat, soll ihm oder ihr zugehört werden. Und am Ende soll es nicht einfach im Raum stehen bleiben.

Was bedeutet Mitwirkung für dich persönlich?
Dass man nicht nur dabei ist, sondern auch mitreden und mitgestalten kann. Ich finde es wichtig, dass die Mitarbeitenden eine Stimme haben. Und ich finde es schön, dass die Geschäftsleitung uns unterstützt und uns zuhört. Das ist nicht selbstverständlich.

Heute bist du in der MIKO nicht einfach Mitglied, sondern Co-Leiter. Wie ist es dazu gekommen?
Früher war Walter Präsident. Heute bin ich zusammen mit Rana in der Co-Leitung. Dadurch hat sich für mich schon einiges verändert. Früher konnte ich eher nachfragen, wenn etwas offen war. Heute trage ich selber Verantwortung. Ich muss mitentscheiden, Dinge vorbereiten, Sitzungen mitorganisieren und die MIKO intern auch vertreten.

Wo wird diese Vertretung sichtbar?
Zum Beispiel an Einführungen für neue Mitarbeitende, den «obvitagen», in Sitzungen mit dem Koordinationsgremium oder auch vor dem Vorstand. Dort erzählen wir, was wir gemacht haben, welche Themen uns beschäftigen und wie wir die Zukunft sehen.

Ist dir diese Rolle leicht gefallen?
Es war schon eine Umstellung. Man merkt den Unterschied. Es ist mehr Verantwortung da. Aber es ist auch schön, weil man wirklich mitgestalten kann und die MIKO sichtbar wird.

Wie erlebst du die Zusammenarbeit in der MIKO untereinander?
Sehr gut. Wir haben eine gute Gruppe. Es gibt auch ernste Themen, aber wir funktionieren als Team gut zusammen. Das ist wichtig.

Welche Themen beschäftigen euch derzeit besonders?
Ein grosses Thema ist die Weiterentwicklung der MIKO. Mir ist besonders wichtig, dass es keine Abgrenzung gibt zwischen Mitarbeitenden mit IV und ohne IV. Ich finde, alle sollten mitwirken und stimmberechtigt sein können. Es sollte keine Trennung geben.

#jobsmitsinn

Arbeiten bei obvita

Ob mit oder ohne IV – bei obvita gibt es unzählige Möglichkeiten, sich sinnstiftend und produktiv einzubringen.

Ein Teil unserer engagierten Mitarbeitenden feiert die 4-Sterne-Auszeichnung im EFE-Assessment – von oben festgehalten und mit einem herzlichen Winken in die Zukunft.

Das scheint dir ein persönliches Anliegen zu sein.
Ja, sehr. Mitwirkung sollte für alle offen sein. Das ist mir wichtig.

Was wünschst du dir für die Zukunft der MIKO?
Dass wir uns gut weiterentwickeln. Und dass wir eine Lösung finden, bei der wirklich alle einbezogen werden. Die MIKO soll weiterhin ernst genommen werden und etwas bewegen können.

Gibt es auch persönlich noch Dinge, die du erreichen möchtest?
Ja, schon. Ein Wunsch ist zum Beispiel, die Autoprüfung zu machen. Das war früher schon einmal ein Thema, aber ich musste wieder neu anfangen.

Wie verbringst du deine freie Zeit?
Ich fahre gern Velo. Ich mache nicht viel Sport, aber Velofahren mache ich sehr gern. Ich habe ein Mountainbike und bin bei schönem Wetter oft unterwegs.

Hast du eine Lieblingsstrecke?
Ich fahre zum Beispiel gern zu meinen Eltern nach Herisau. Ich wohne in Wittenbach. Manchmal fahre ich auch weiter, etwa Richtung Österreich, zum Beispiel bis nach Bregenz. Wenn das Wetter schön ist, ist das etwas sehr Schönes.

Zum Schluss: Was bedeutet obvita heute für dich?
obvita ist für mich ein wichtiger Ort. Ich arbeite schon lange hier, kenne viele Menschen und kann mich einbringen – in der Produktion und in der MIKO. Das bedeutet mir viel.