Was bleibt von einem Menschen, über den es nur wenige Informationen gibt, dessen Idee aber seit mehr als 125 Jahren weiterwirkt? Diese Seite sammelt Fakten über und Annäherungen an Viktor Altherr: als Gründer, als Netzwerker, als religiös geprägter Sozialpionier und als Mensch seiner Zeit.
Spurensuche zum Anfang von obvita
Viktor Altherr hinterliess keine laute Selbstdarstellung. Ein Lehrer aus Trogen, ein Verein mit über 1’600 Mitgliedern zur Gründung, ein Laden mit von blinden Menschen hergestellten Gebrauchsartikeln, ein Blindenheim an der Bruggwaldstrasse und ein Gedanke, der bis heute trägt: Menschen mit Beeinträchtigungen sollen nicht am Rand stehen, sondern ihren Platz in der Gesellschaft haben. Das Ergebnis 125 Jahre nach Gründung des Ostschweizerischen Blindenfürsorgevereins ist obvita: ein Sozialunternehmen mit rund 600 Mitarbeitenden, 70 Lernenden und einer breiten Angebotspalette für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen, psychischen Beeinträchtigungen und Entwicklungsschwierigkeiten.
Der Historiker Oliver Ittensohn nennt Altherr eine Persönlichkeit, die es verdient hätte, stärker bekannt zu sein. Gerade weil über ihn erstaunlich wenig systematisch erschlossen ist, wird die Suche nach ihm spannend: Sie führt nicht nur zu einem einzelnen Gründer, sondern in eine Zeit, in der soziale Verantwortung noch stark von Vereinen, Stiftungen, kirchlichen Kreisen und engagierten Einzelpersonen getragen wurde.

Ein blinder Fleck in der Ostschweizer Geschichte
«Er hätte es verdient, stärker bekannt zu sein.» Historiker Oliver Ittensohn erklärt, weshalb über Viktor Altherr erstaunlich wenig bekannt ist, warum gerade das den Blick auf ihn spannend macht und wieso Viktor Altherr von obvita heute begeistert wäre. Das Gespräch führt in eine Zeit, in der soziale Hilfe stark von Vereinen, Stiftungen und engagierten Persönlichkeiten getragen wurde.


